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Wie kann man Mineralien bestimmen oder unterscheiden?





Wenn man Mineralien selber sucht oder unbeschriftete Exemplare erhält, ist es mitunter nicht immer einfach, das Mineral eindeutig zu identifizieren.

Ein erster Anhaltspunkt sind einige Eigenschaften von Mineralien, die den Gang der Bestimmung vereinfachen.

1. Die Farbe ist das auffälligste und vielleicht auch eindeutigste Merkmal von Mineralien, da viele Mineralien nur in bestimmten Farben vorkommen. Doch leider können Verwechslungen mit farblich ähnlichen Mineralien nahe liegen. So ähnelt Sodalith beispielsweise Lapislazuli, Almandin (Granat) kann so rot wie ein Rubin sein, Tansanit und Saphir weisen beide ein intensives Blau auf und der grüne Dioptas gleicht dem ebenfalls grünen Smaragd.

2. An dieser Stelle bietet sich folgend der Strichtest an. Dazu wird eine sog. Strichtafel benötigt, mit der die Strichfarbe ermittelt werden kann. Die Strichtafel besteht aus nicht glasiertem Porzellan und ist in weiß oder schwarz erhältlich. Reibt man nun ein Mineral vorsichtig über die Strichtafel, entsteht ein feiner pulverisierter Abrieb, der entweder farbig oder weiß/farblos ist. Ob ein Mineral einen farbigen Strich auf der Strichtafel hinterlässt, ist vom Mineral selber abhängig. Einen farbigen Strich zeigen z.B. Auripigment, Lapislazuli, Purpurit, Hämatit und Malachit. Dahingegen erscheint die Strichfarbe von Topas, Rubin, Saphir und Diamant weiß.

Jedoch können nicht alle Mineralien mit der Strichtafel überprüft werden. Ab einer mineraleigenen Mohshärte von 6 bildet sich beim Reiben mit dem Mineral über die Tafel Porzellanabrieb. Der Grund dafür: Porzellan ist weicher als jene Mineralen. Mineralien unter einer Härte von 6 sind weicher und pulverisieren auf der vergleichsweise härteren Strichtafel.

3. Ebenfalls leicht zu handhaben ist die Bestimmung über den Fundort. Das ist aber nur möglich, wenn man den Fundort kennt. Einige Mineralien kommen nur in bestimmten Gebieten vor. Über das Ausschlußverfahren kann so zumindest eine wage Vermutung getätigt werden, um welches Mineral es sich handelt. Eine sehr umfangreiche Datenbank, die Fundorte und entsprechende Mineralien auflistet, finden Sie bei mindat.org.

4. Eine weitere Möglichkeit der Bestimmung ist die Ermittlung über das Gewicht des Minerals bzw. der Dichte, für die eine genaue Küchen- oder Präzisionswaage sowie Wasser, ggfs. andere Flüssigkeiten, notwendig sind. Allerdings scheidet diese Methode für gewisse Mineralien aus – eben solche, die wasserlöslich sind oder deren Kristalle empfindlich auf den Kontakt mit Wasser reagieren.

5. Ferner kann mit UV-Lampen festgestellt werden, ob das unbekannte Mineral gemäß dem vermuteten Mineral fluoresziert. Etwas aufwändiger und nicht immer daheim durchführbar sind Tests auf das Verhalten in Säuren und Laugen, in der offenen Flamme oder die Analyse mittels Atomabsorptionsspektrometrie.

6. Hilfreich kann auch der Kontakt zu Mineralienvereinen sein, die mit Fachwissen zur Seite stehen. Teilweise bieten auch Museen Bestimmungstage an (z.B. im Naturkundemuseum Berlin).

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