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Larimar-Fälschungen



Larimare haben sich in den vergangenen Jahren zu begehrten Steinen – sowohl in Mineraliensammlungen wie auch für Schmuck – etabliert. Das Mineral zählt zu den seltensten Mineralien der Welt, entsprechend hoch ist der Preis von Larimar. Dennoch werden immer wieder Larimare angeboten, die günstig sind – und die nicht echt sind.

Der echte Larimar

Die Entdeckung des ersten Larimars liegt über 40 Jahre zurück. 1974 wurde das bislang unbekannte Mineral im Südwesten der Dominikanischen Republik gefunden und auf den Namen Larimar getauft.
Miguel Mendenz, ein Experte für Kunsthandwerk, bestimmte den Stein und wählte den Namen Larimar aus, wobei die Silbe Lari als Abkürzung des Namens seiner Tochter Larissa steht und die Endung mar aus dem Spanischen mit Meer übersetzt wird – angelehnt an die türkisblaue Farbe des Meeres und des „neuen“ Minerals. Alternativ wird Larimar deshalb auch als Atlantisstein bezeichnet
Larimare sind Silikatmineralien und eine Varietät von Pektolith. Die Farbe von Larimar ist abwechslungsreich und variiert zwischen weiß, himmelblau und türkisblau sowie blau-weiß gescheckt. Wie bei vielen anderen Mineralien (z.B. Amethyst) kann die Farbe von Larimaren mit der Zeit verblassen, weshalb das Mineral bzw. Schmuck, in den Larimar eingefasst wurde, vor Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden sollte.
Larimare weisen einen glasartigen bis seidigen Glanz auf und sind dabei von durchscheinender bis undurchsichtiger Transparenz. An den Bruchstellen des Minerals präsentiert sich ein muschelartiger „Abdruck“. Mit einer Mohshärte von 5 bis 6 zählen Larimare zu den mittelharten Mineralien – vergleichbar mit Türkis, Natrolith, Lapislazuli, Smithsonit, Sodalith, Opal, Orthoklas, Achat, Hämatit und Rhodonit.




Larimar und ähnlich aussehende Mineralien

Der für Larimar typische türkisblaue Farbton findet sich auch in bei einer Reihe weiterer Mineralien wieder, allen voran hellblauer Aragonit, Smithsonit, Türkis, Hemimorphit und blauer Calcit sind Larimar optisch sehr ähnlich.


Larimar-Imitationen

Eingefärbte Mineralien

Viele Mineralien sind porös und lassen sich in allen erdenklichen Farben einfärben. Farben, die von Natur aus bei diesen Mineralien nicht vorkommen (siehe dazu: Quarzfarben: Künstliche und natürliche Farben von Quarzen) oder es entsteht der Eindruck eines anderen Minerals. Insbesondere Howlith, Quarze wie Chalcedon und Achat, sowie das Mineral Magnesit nehmen Farbe hervorragend an. Mitunter vorhandene Strukturen oder Zeichnungen der genannten Mineralien unterstützen die Wirkung der Farbe und heben larimarblau eingefärbt die Ähnlichkeit mit Larimaren hervor.

Larimar aus Glas und Keramik/Porzellan

Ein günstiges und schnelles Verfahren, Larimar zu imitieren, ist die Herstellung von larimargleichem Glas oder Porzellan.
Sowohl die charakteristischen wolkenartigen Muster als auch die Vielschichtigkeit der Farbe kann mit Glas und Keramik nachgestellt werden, so dass gut gemachte Larimar-Imitationen sehr nah an das Original herankommen.


Echten Larimar erkennen

Den Unterschied zwischen einem echten und gefälschten Larimar zu erkennen, erfordert Fachkenntnis.
Besteht die Fälschung aus eingefärbten Mineralien, kann anhand der Eigenschaften von Larimaren der Ausschluß behandelter oder ähnlich aussehender Mineralien gemacht werden. Namentlich werden zu diesem Zwecke die Härte, Dichte, Transparenz, Spaltbarkeit und Bruch, der Glanz, die Strichfarbe und die chemische Zusammensetzung herangezogen. Im gemmologischen Laboren gibt zudem Geräte, Spektrometer, mit denen über die Atomabsorptionsspektrometrie die Zusammensetzung des zu testenden Steins analysiert werden kann.
Larimar aus Porzellan und Glas lässt sich unter dem Mikroskop identifizieren. Bei genauer Betrachtung werden produktionsbedingte Bläschen und Vertiefungen deutlich, die bei echten Larimaren nicht gegeben sind.




Siehe auch:
Die teuersten Edelsteine der Welt
Seltene Mineralien
Mineralien kaufen

Letzte Aktualisierung: 21. September 2017

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