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Die teuersten Edelsteine der Welt



Wenn die Rede von hochpreisigen Edelsteine ist, fällt fast immer das Wort Diamant. Doch längst führen Diamanten nicht mehr die Liste der teuersten Edelsteine der Welt an. Vielmehr sind es einige, wenige Mineralien, die weniger bekannt sind und die auf den obersten Plätzen der exklusivsten Mineralien der Welt stehen.

Seltene Edelsteine = teure Edelsteine?

Weltweit sind über 5.000 Mineralien bekannt, von denen ein Großteil eine vergleichsweise geringe Bekanntheit genießen.

Klassische Edelsteine wie Smaragd, Diamant, Aquamarin, Rubin und Saphir sowie Mineralien wie Rosenquarz, Amethyst, Opal, Bergkristall oder Achat sind vielen ein Begriff.
Dahingegen zählen Tsaregorodtsevit , Lomonosovit, Tyuyamunit, Yakhontovit, Charoit, Creaseyit, Roselith, Mansfieldit, Tranquilityit oder Wakabayashilit zu den Mineralien, die in den Auslagen von Mineralienfachgeschäften oder auf Mineralienbörsen nicht alltäglich sind.

Ob ein seltenes Mineral zugleich einen höheren Wert aufweist als mineralische „Berühmtheiten“, hängt in erster Linie von der Nachfrage und den Möglichkeiten der Verwendung ab. Der zuckerkristallgroße Fingerit ist das derzeit seltenste Mineral der Welt, erreicht auf dem Markt aber nicht den Preis wie beispielsweise Musgravit. Die Kristalle von Fingerit sind zu klein und selten, als dass eine kommerzielle Nutzung und Verarbeitung des Steins möglich wäre. Vielmehr sind zahlreiche Raritäten unter den Mineralien von Interesse für Sammler und Wissenschaftler, die sich mit den Bedingungen der Entstehung und der chemischen Zusammensetzung von Mineralien auseinandersetzen.



Der Wert von Edelsteinen

Die Frage, wie teuer ein Edelstein ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Preis von Mineralien und Edelsteinen ergibt sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren; namentlich: Farbe, Reinheit, Gewicht, ggf. Schliff und Seltenheit.


Während bei farblosen Edelsteinen die Reinheit ausschlaggebend ist, spielt bei Farbedelsteinen die Sättigung bzw. Intensität der Farbe, die Gleichmäßigkeit der Farbverteilung sowie die Frage, ob die Farbe naturbelassen ist oder eine nachträgliche Farbkorrektur stattgefunden hat, eine bedeutende Rolle.

Mineralien, deren Farbe der aus dem Lehrbuch entspricht, gelten als höherwertiger als farbschwache Exemplare. Daneben wird bei der Begutachtung von farbigen Edelsteinen geprüft, wie gleichmäßig die Farbe verteilt ist oder ob hellere und dunklere Flecke zu erkennen sind.
Dementsprechende Makel können durch das sog. Brennen ausgebessert werden. Das Mineral wird vorsichtig und fachkundig erhitzt. Als Folge wird die Farbe intensiver und ungleichmäßige verteilte Farben werden einheitlicher. Dass ein Mineral behandelt wurde, wird anhand von Hinweisen wie „Amethyst gebrannt“ oder „behandelter Tansanit“ deutlich.

Mineralien, die farblich korrigiert wurden, werden mit einem niedrigeren Preis eingestuft als unbehandelte Steine.


Die Reinheit von Mineralien ist vor allem bei Steinen mit durchsichtiger Transparenz von wesentlicher Bedeutung. Einschlüsse von anderen Mineralien, Gasen, Flüssigkeiten oder Wachstumslinien wirken sich störend auf den Glanz und Spiel mit Licht im Kristall aus. Solche Fehler können ebenfalls mit dem Brennen ausgebessert werden, sodass eine lupenreine Qualität vorliegt.


Der Anteil des Schliffs beträgt 40 bis 60 % vom Preis eines Minerals. Unterschieden werden Glattschliffe und Facettenschliffe. Glattschliffe (z.B. Cabochon) finden vor allem bei undurchsichtigen und durchscheinenden Mineralien Anwendung, deren Farbe oder Muster und Strukturen im Vordergrund stehen. Facettenschliff (z.B. Brillantschliff, Smaragdschliff) sind insbesondere bei durchsichtigen Mineralien gängig, deren Farbenspiel durch das eintreffende Licht an den Facetten unterstützt wird.


Das Gewicht von Edelsteinen – angegeben in Karat (1 Karat = 0,2 g) ist ebenfalls ein wichtiger Faktor hinsichtlich der Preisbildung. Allerdings kann nicht davon ausgegangen werden, dass nur das Gewicht den Preis bestimmt – getreu dem Motto: je schwerer ein Stein, desto mehr kostet das Mineral. So wird ein naturbelassener, unbehandelter Tansanit mit einem 1 Karat auf dem Edelsteinmarkt zu höheren Preisen gehandelt als ein 3-Karäter, der gebrannt wurde. Zudem sind die Kristalle vieler Mineralien oftmals von geringer Größe. Benitoit-Kristalle mit einem Gewicht von mehr als 2 Karat gelten als eine absolute Seltenheit.


Nicht zuletzt fließt die Seltenheit in den Preis von Mineralien mit ein. Mineralien, die weltweit häufig vorkommen und bei denen keine absehbare Verknappung zu erwarten ist, wie bspw. Quarz und Feldspat, werden anders eingestuft als Mineralien, von denen nur wenige Abbaugebiete bekannt sind und deren Ressourcen erschöpft sind. Beispielsweise ist von der blauen Zoisit-Varitetät Tansanit und dem türkisblauen Larimar jeweils nur ein Fundort bekannt, was die Rarität erhöht.


Die teuersten Mineralien der Welt

Die Liste der teuersten Mineralien ist aktuell überschaubar. Es handelt sich vor allem um Edelsteine, die sich in den vergangenen Jahren zu begehrten und beliebten Schmucksteinen etabliert haben. Eine Reihenfolge oder Rangfolge ist schwer auszumachen. Die Preise unterliegen marktüblichen Schwankungen.

Längst sind es nicht mehr ausschließlich Diamanten, die auf den obersten Rängen der teuersten Edelsteine stehen. Farbedelsteine und farbige Diamanten sind auf dem Vormarsch und machen den Klassikern unter den Edelsteinen Konkurrenz. Anders als bei Immobilien ist in Zukunft aufgrund der Seltenheit vieler teurer Mineralien eine Verknappung, einhergehend mit einer Wertsteigerung zu erwarten.

Neben farbigen bzw. Fancy Diamanten – besonders hervorzuheben sind rote Diamanten, zählen derzeit folgende Mineralien zu den hochpreisigsten Mineralien der Welt:

Genaue Angaben, wie viel ein Karat des jeweiligen Mineral kostet, sind schwierig angesichts der individuellen Beschaffenheit eines Steins (s.o. Reinheit, Farbe, Schliff, Gewicht). Dennoch ist es nicht unüblich, dass international ein tiefgrüner Smaragd aus Kolumbien mit bis zu 20.000 US-Dollar/Karat gehandelt wird; ein Benitoit pro Karat 10.000 US-Dollar kostet und ein Taaffeit 3.000 US-Dollar/Karat einbringt, während ein Alexandrit mit einem Wert von bis zu 50.000 US-Dollar/Karat veranschlagt wird.


Siehe auch:
Edelsteine und Mineralien als Wertanlage
Diamant Bullion - Börsendiamanten
Fancy Saphire - Farbige Saphire


Letzte Aktualisierung: 12. April 2018

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