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"Steine am Ostseestrand" von Rolf Reinicke



Unterwegs an der Ostsee und keine Ahnung, um welches Gestein es sich bei den Steinen am Strand handelt? Dieses Buch kann Abhilfe schaffen.

Der Autor

Rolf Reinicke, Jahrgang 1943, ist Diplom-Geologe und war bis 2007 am Meeresmuseum in Stralsund tätig. Nebenher beschäftigt er sich mit Landschaftsaufnahmen, die unter anderem in vielen seiner Bücher veröffentlicht wurden.

 

Bild 1: Strandsteine


Allgemeine Informationen zu Steine am Ostseestrand

Steine am Ostseestrand wurde mittlerweile in der vierten Auflage (2009) verlegt und ist im Demmler Verlag Schwerin erschienen.

Der Inhalt

Steine am Ostseestrand wird untergliedert in vier Kapitel: Gesteine, Fossilien, Bernstein und Mehr Wissen. Dem gehen einige Worte zum Thema Strandsteine voraus.

Wie eingangs aus dem Buch hervorgeht, hat Reinicke Steine am Ostseestrand für Strandwanderer geschrieben, die über keinerlei geologisches Fachwissen verfügen müssen, um die Inhalte verstehen zu können. Aus diesem Grund wurde Steine am Ostseestrand einfach und leicht verständlich gehalten.

Das Kapitel Gesteine befasst sich mit Beschreibungen der populärsten Steine, die am Ostseestrand gefunden werden können.
Nach einer kurzen Einführung in die unterschiedlichen Gesteinsarten, befasst sich Reinicke mit Graniten, Porphyr, Gneis, Sandsteinen, Feuersteinen, Schreibkreide, aber auch Findlinge kommen nicht zu kurz.
Jeder Stein wird vorgestellt, Entstehung, Zusammensetzung und Herkunft umrissen; teilweise ergänzt um Methoden zur Bestimmung der genannten Gesteine.
Zudem werden Fragen geklärt, wie die verschiedenen Gesteine aus Skandinavien an die deutsche Ostseeküste gelangten, warum Gerölle rund sind und was Findlinge auszeichnet. Den Texten sind mit entsprechenden Fotos versehen.
Positiv zu bewerten ist dabei, dass mehrere Exemplare von bspw. von Graniten, Sandsteine und Feuersteinen abgebildet sind, so dass farbliche als auch strukturelle Unterschiede innerhalb einer Gesteinsfamilie deutlich werden.

Im Themenbereich Fossilien geht Reinicke näher auf verschiedenartige Versteinerungen ein.
Wie entstehen Fossilien? Welche Gesteine sind besonders fossilreich? Wann wurden Fossilien gebildet bzw. wann lebten die heutzutage versteinerten Lebewesen? Wo kann man besonders viele Fossilien am Ostseestrand finden?
Diese Fragen werden in den Porträts von Seeigeln, Seesternen, Seelilien, Schwämmen und Kleinfossilien beantwortet.
Den Fossilien ist der Großteil des Buches gewidmet. Besonders hervorzuheben sind im Fossilien-Teil von Steine am Ostseestrand die Zeichnungen von Reinickes Frau Inge Reinicke. Dank der Zeichnungen kann sich der Leser gut vorstellen, wie die Fossilien – die heute zum Teil nicht mehr existent sind – einst aussahen und von welchem Körperteil, die am Ostseestrand gefundene Versteinerung stammt; als Beispiele seien hier Seeigelstacheln oder Stielglieder von Seelilien genannt, auch unter dem Namen Bonifatiuspfennig bekannt.

Nicht vergessen wurde in diesem Buch ein Teil zum Gold der Ostsee – Bernstein.
Mit einfachen Worten erfährt der Leser, was Bernstein ist, wie dieser gebildet wurde, wann und wo die größten Funde an der Ostsee möglich sind.
Fotos von Bernsteinen schmücken die Beschreibungen, so dass Unterschiede sowohl in Transparenz als auch Formenvielfalt (Platten, Schlauben, Zapfen und Tropfen) von Bernsteinen eindrücklich dargestellt werden. Zudem nennt der Autor unterschiedliche, aber einfache und direkt vor Ort durchführbare Tests zur Bestimmung der Echtheit von Bernsteinen.

Im Kapitel Mehr Wissen wird dem interessierten Steinesammler erklärt, woraus der sandige Untergrund am Strand der Ostsee besteht und wie dieser entstanden ist. Ferner werden nützliche Tipps für die Praxis geboten: Auflistung von Museen an der Ostseeküste, Hinweise zum erfolgreichen Suchen von Steinen und Fossilien am Ostseestrand sowie dafür hilfreiche Utensilien und Literaturempfehlungen.



Bewertung

Das Buch Steine am Ostseestrand bietet einen informativen, abwechslungsreichen und kurzweiligen Einblick in die bekanntesten Gesteine und Fossilien, die zufällig oder mit viel Glück am Ostseestrand gefunden werden können. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben, so dass es auch Kinder bzw. jüngere Leser interessant ist, da auch Fachbegriffe und zu viel theoretisches Wissen verzichtet wurde.

Bestimmungshilfe Steine am Ostsee-Strand

Und da man wertvolle Bücher nicht immer auf Exkursionen am Ostseestrand bei sich trägt – auch um diese vor Wasserschäden zu bewahren, wenn man am Strand schnell nachschlagen möchte, welches Gestein vorliegt oder welches Fossil gerade an den Strand gespült wurde, gibt es das Buch quasi als Kurzausgabe in Form einer faltbaren, laminierten Ausgabe.

Die wasserdichte Bestimmungshilfe Steine am Ostsee-Strand wurde von Michael Papenberg gestaltet und geht noch etwas genauer auf Gesteine ein.
Neben den bereits oben genannten Gesteinen finden auch Pegmatite, Basalt, Diabas, Unakit, Quarzit und die berühmten Hühnergötter der Ostsee Erwähnung. Eine kleine Karte im Faltblatt verdeutlicht zudem die Herkunft der Gesteine und Fossilien. Daneben finden aber auch Steine Beachtung, bei deren Entstehung der Mensch nachgeholfen hat; zum Beispiel in Form von im Wasser gerundeten und polierten Glasscherben, Ziegelsteinen oder prähistorischen Werkzeugen.


Siehe auch:
- Reinicke, R. (2009): Steine am Ostseestrand. Demmler Verlag Stralsund
- Granit und Gneis unterscheiden
- Was sind Bonifatiuspfennige?

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Letzte Aktualisierung: 17. Oktober 2018

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